Die Veröffentlichung meines ersten Buchs

Im Februar 2019 sitzen Kevin und ich abends entspannt in unserem Büro und reden über die Zukunft. Relativ schnell kommt die Idee auf unser Whiteboard, dass wir ein Buch veröffentlichen sollten, um uns am Markt sichtbarer zu positionieren. Aus dieser Idee ist jetzt Realität geworden und in wenigen Wochen wird das Buch auf Amazon verfügbar sein. 

In diesem Artikel möchte ich dich an meiner Reise zum ersten Buch teilhaben lassen und über die Dinge sprechen, die am Schwersten waren.

Doch zuerst zum Buch selbst. Der Titel lautet „Wie Unternehmen Menschen entfalten können – Warum High Performance Sinn und Leidenschaft braucht“. Dieses Buch beschreibt einen Teil meines Lebens und meiner Karriere. Ich erzähle dir, warum ich mehrmals den Job gekündigt habe und was meine damaligen Führungskräfte damit zu tun hatten. Ich spreche mit dir über meine Sicht auf agile Methoden und warum ich der festen Überzeugung bin, dass Agilität weder ein Problem löst noch den Fokus rücken sollte. 

Die Herausforderungen der heutigen Zeit liegen für mich im Umgang mit und zwischen Menschen. In der Art wie wir kommunizieren und führen. Es liegt für mich im Sinn, denn wir unserer Arbeit geben und der Leidenschaft, mit der wir arbeiten. Dieses Buch ist sowohl ein Einblick in die stärksten Wertekonflikte, die ich jemals hatte, als auch ein konkreter Leitfaden, wie du mit deinem Team neue Höchstleistung erzielen kannst. Dabei bin ich auch der Überzeugung, dass es kein richtig oder falsch gibt und sich der ideale Weg für jeden während dem Gehen ergibt. Nur es sollte immer Klarheit und Orientierung geben. Bedeutet, dass folgende Fragen beantwortet sein sollten: Was verändert sich innerhalb der nächsten 25 Jahre durch mein Unternehmen? Was tun wir in den nächsten drei Jahren konkret dafür, um diese Veränderung zu gestalten? Was tue ich in den nächsten drei Monaten dafür, um diese Veränderung zu gestalten?

Lass uns zurück zum Februar gehen und zu den Dingen, die am Schwersten waren. 

Mein erster Tipp ist: Mach dir einen groben Plan mit einer klaren Timebox. Dieser Plan wird sich definitiv verändern, aber er hilft dir dabei ins handeln zu kommen. Mein Plan war 35.000 Worte innerhalb von 30 Tagen zu schreiben. Dafür habe ich jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen zuerst 25 Minuten Bücher gelesen, um mein Hirn in Schwung zu bringen und dann mindestens eine Stunde lang geschrieben. 

Das bringt uns direkt zum zweiten Trick: Schreib erst in schlechter Qualität. Es gibt unglaublich häufig den Moment, in dem du denkst, dass ein Satz oder ein Themenblock nicht gut genug ist. Wenn du dich an diesen Passagen aufhältst, wirst du sehr wenig Text produzieren. Sobald mir etwas nicht klar war, habe ich einfach meine Gedanken und Fragen zu Papier gebracht. Diese habe ich dann am nächsten Tag wieder gelesen und häufig hat sich „der Knoten“ gelöst und der Text ist besser geworden. Manchmal hat aber auch die Diskussion mit Kevin geholfen. Hauptsache ist, dass du möglichst schnell anfängst viel Text zu produzieren. Unserem Gehirn fällt es nämlich wesentlich leichter einen Text zu korrigieren, als ihn zu schreiben. Daher korrigierst du danach einfach deine eigenen Texte.

Der dritte Trick ist dir zu vertrauen. Ich weiß, dass ein Inhaltsverzeichnis und ein roter Faden Sinn macht. Aber gerade am Anfang gibt es so viele offene Punkte und Gedanken, dass es viel Zeit kostet, diesen roten Faden zu erstellen. Ich habe einfach angefangen zu schreiben und darauf vertraut, dass mein Gehirn die richtige Reihenfolge wählt. Nach den ersten 10.000 Worten habe ich überprüft, was ich geschrieben habe und daraus ein Inhaltsverzeichnis und die folgenden Kapitel festgelegt. Nach 20.000 und nach 30.000 Worten habe ich das erneut gemacht. Dabei hat sich das Verzeichnis immer wieder leicht geändert. Solange du allerdings Geschichten erzählst und daraus Learnings ziehst, wird dein Buch gut werden.

Der vierte Trick ist dein Umfeld. Ich hatte zwei tolle Menschen, die das Buch immer wieder gelesen und Themen mit mir diskutiert haben. Kevin und Märthe haben dabei logische Lücken aufgedeckt und mir direkt gesagt, wenn etwas nicht verständlich oder mehrfach interpretierbar ist. Genauso dankbar bin ich später meinem professionellen Lektor, der das Buch aus einer neutralen Brille gelesen und bearbeitet hat. Abschließend gab es dann noch einen Korrektor, der sich „nur“ um die Rechtschreibung gekümmert hat. Ziemlich viele Augen für ein Buch, aber aus meiner Sicht unglaublich wertvoll.

Das bringt uns zum fünften Tipp. Am Ende wirst du keine Lust mehr haben, das Buch schon wieder zu lesen. Es gibt Kommentare von deinem Lektor, die du einfach nicht beantworten willst und es sind immer wieder Details, die viel Zeit benötigen. Zieh einfach durch und bleib dran. Es ist dein Buch und deine Verantwortung. Investier die Energie, um etwas außergewöhnliches zu erschaffen. 

Nun bleiben nur noch ein paar wenige Aufgaben übrig, bevor das Buch tatsächlich lieferbar ist. So wird es innerhalb der nächsten Wochen gedruckt und dann zu Amazon versendet. Ich halte dich natürlich auf dem Laufenden und freue mich darauf, dass dieses Kapitel bald abgeschlossen ist und ein neues beginnt. 

Hast du auch schonmal daran gedacht ein Buch zu schreiben? Kommentiere gerne.

Dein Fabian

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