Drei Fehler bei der Einführung von DevOps

Hey Leute,

seit mehr als zwei Jahren arbeite ich in einem der größten deutschen IT Projekte und unser Fokus ist ganz klar: Wir haben eine historisch gewachsene IT Landschaft, welche dringend modernisiert und neu gebaut werden muss. Die Gründe dafür sind vielfältig und ich muss an dieser Stelle wahrscheinlich nicht erwähnen, dass wir noch Relikte längst vergangener Zeiten kundenwirksam in Produktion haben. Wir sprechen von Hard- und Software, die vor 30 Jahren „state of the art“ war und mit der heutigen Entwicklungs- und Innovationsgeschwindigkeit nicht mehr mithalten kann.

Der konsequente Neubau dieser IT Plattform ist der einzige Weg für unser Unternehmen, um langfristig erfolgreich neue Funktionen für unsere Kunden bereitzustellen. Dabei haben wir auf IT Seite das ganz klare Ziel, im Durchschnitt fünf Mal häufiger Software liefern zu können.

Lass uns kurz das Wort „liefern“ definieren. Am Anfang steht immer eine Idee, welche durch eine Business-Einheit definiert wird. Diese wird dann gemeinsam mit der IT umgesetzt. Am Ende einer jeden Softwareentwicklung wird die Software vom Rechner des Entwicklers in die Produktion (die Umgebung, auf die der Endkunde zugreifen kann) geliefert. In der agilen Softwareentwicklung sprechen wir von continuous integration and continuous delivery (kurz CI / CD).

Fünf mal schneller liefern bedeutet, dass wir uns von einem Vorgehen nach dem Wasserfallmodell und somit von nur sechs möglichen Softwarelieferungen im Jahr verabschieden und im Ideallfall jeden Tag Software liefern können.

Damit wir häufiger Software liefern können, wurde bei uns auf einmal von DevOps gesprochen und da ich nun seit über einem halben Jahr in einem DevOps Team arbeite, möchte ich mit euch die drei größten Fehler bei der Einführung von DevOps teilen, die ich kenne.

Fehler 1: DevOps wegen DevOps einführen

Warum? Seitdem ich im Berufsleben bin, stelle ich mir immer öfter die Frage „Warum machen wir das?“ und ganz oft lässt sich die Antwort darauf nicht direkt finden. Wenn es keine Antwort auf das Warum gibt, wie wollen wir dann unsere Kollegen und Mitarbeiter begeistern und davon überzeugen mit uns eine Veränderung zu bewirken?

Ich möchte eine These aufstellen: Als Ken Schwaber und Jeff Sutherland das Scrum Framework entwickelt haben, war das Ziel, Unternehmen bei der Umsetzung von komplexen IT Projekten zu helfen. Das „Warum“ war ganz klar. Als Ergebnis ihrer Bestrebungen kam Scrum und damit eine Revolution in der Softwareentwicklung dabei heraus.

Mit DevOps wurde ein neues „Warum“ ausgelöst. Wir waren zwar in der Lage, in kleinen unabhängigen Teams Software zu entwickeln, aber in größeren IT Firmen, war die Einführung von agilen Methoden immer noch hauptsächlich von der Entwicklung und nicht vom Betrieb geprägt. Wir wollen und müssen aber Wertschöpfungsketten etablieren, in denen jedes Softwareentwicklungsteam in das produktive System für den Endkunden liefern kann. Damit wir dies mit einem guten Gefühl tun können, müssen Business, Dev und Ops wie Zahnräder ineinander greifen.

Daher der erste Tipp aus meiner Erfahrung: Sei dir klar, welches Problem du lösen möchtest. DevOps bedeutet für mich, dass wir unsere Wertschöpfungskette kontinuierlich verbessern.

Fehler 2: Starten ohne Management Support

Oft sehen wir Probleme zuerst auf operativer Ebene und zu oft fangen wir dann an uns zu überlegen, wer an den Problemen und Fehlern Schuld hat. Natürlich ist es dabei am leichtesten auf andere zu zeigen. Bevorzugt auf die sowieso ungeliebte Abteilung. Dieses verhalten erlebe ich jeden Tag und wir wissen es alle – es bringt niemandem etwas. Wenn du DevOps wirklich einführen möchtest, dann brauchst du einen starken Support aus dem Top Management. Die meisten Probleme in großen Firmen werden durch zwischenmenschliche Konflikte und historisch gewachsene Prozesse produziert. Nur, wenn dein Team Rückendeckung bei Fehler und beim Ausprobieren neuer Dinge hat, werdet ihr euch kontinuierlich verbessern können.

Daher der zweite Tipp: Such dir Unterstützung im Top Management.

Fehler 3: Starten ohne Hilfe

Stell dir vor, du kennst dein Zielbild und hast absolute Unterstützung vom Top Management. Jetzt ist alles bereit und du kannst sofort loslegen. Wäre es nicht gut, wenn du jetzt jemanden an deiner Seite hättest, der den Weg schon mal gegangen ist und der dir Tipps und Tricks geben könnte? Von der Erfahrung anderer Menschen zu profitieren ist und bleibt einer der besten Wege, um selbst zu lernen und zu seinem eigenen Ziel zu kommen.

Daher mein dritter Tipp: Such dir einen Coach, der schon einmal in einem performanten Team nach DevOps gearbeitet hat.

Euer Fabian

DevOps unter der Lupe

Hey Leute,

lasst uns das Thema DevOps genauer anschauen, damit wir unser gemeinsames Verständnis schärfen.

Das Wort setzt sich aus den IT Rollen Development (Entwicklung) und Operations (Betrieb) zusammen. Diese hatten in der Historie der Softwareentwicklung immer wieder Reibungspunkte, da es unterschiedliche Ziele gibt. Die Entwicklung möchte die bestehenden IT Systeme möglichst schnell und unkompliziert verändern, damit der Kunde neue Funktionen zur Verfügung hat. Der Betrieb hingegen möchte das IT System immer stabil halten, damit der Kunde die Funktionen auch nutzen kann. Und wenn wir ehrlich mit uns sind: Stell dir vor, google wäre für fünf Stunden nicht verfügbar. Dieser Zustand würde wohl große Aufmerksamkeit und Ärger auslösen. Kein Unternehmen ist bereit, auf seine Produkte und Dienstleistungen zu verzichten. Die IT Systeme müssen einfach stabil laufen.

In diesem Kontext beschreibt DevOps eine neue Form der Zusammenarbeit innerhalb der IT-Wertschöpfungskette. Das Ziel ist es, die Wertschöpfungskette gesamthaft positiv zu verändern, damit wir unserem Kunden neue Funktionen flexibel, unabhängig und mit hoher Qualität zur Verfügung stellen können.

Um dieses Zielbild zu erreichen, bedient sich DevOps altbekannter Methoden und Philosophien wie Lean, agiler Softwareentwicklung, ITIL und vielen mehr. Die Kombination dieser Methoden führt zu den Kern-Prinzipien: Flow, Feedback sowie Experimentieren & Lernen, die für den Erfolg ebenso entscheidend sind wie eine Kultur des Vertrauens und zufriedene und eigenverantwortlich arbeitende Teams.

Hier ist es mir wichtig, dass du kurz pausierst und den letzten Abschnitt reflektierst. DevOps bedeutet für die meisten klassisch aufgestellten Unternehmen einen gravierenden kulturellen Wandel. Diese Veränderung ist im Kontext der Digitalisierung aus meiner Sicht zwingend notwendig und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es ein sehr schwerer Weg wird.

Eine zentrale Rolle in DevOps nimmt die Zusammenführung der Softwareentwicklung (Development) und Betriebsführung (IT-Operations) in eigenverantwortlichen Teams ein. DevOps darf dabei aber nicht einzig als Teamzusammenführung oder als Werkzeug oder Prozess verstanden werden. Es ist deutlich vielschichtiger und umfasst neben der Philosophie und dem kulturellen Wandel auch konkrete Anforderungen an die Automatisierung über den gesamten Wertschöpfungsprozess bis hin zum Testing. Dies inkludiert ebenso die prozessualen Anpassungen, die z.B. für eine durchgehende Lieferkette der Software (CI/CD Pipeline) die Voraussetzung bilden.

Der Ansatz revolutioniert die klassische Wasserfall-Entwicklung über die agile Vorgehensweise hinaus. In der agilen Entwicklung wird die Betriebsführung noch als eigenständiger, nachgelagerter Prozess der Software-Entwicklung betrachtet. Mit der Verschmelzung von Dev und Ops wird das Ziel verfolgt, eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit von Entwicklung und Betrieb inklusive der dazugehörigen Qualitätssicherung zu schaffen. Die Vereinigung dieser bisher eigenständigen Prozesse soll die Abstimmung in den Teams verbessern und damit die Software-Qualität erhöhen sowie die Entwicklungs- und Auslieferungszyklen der Software beschleunigen, was wiederum auf die Businessziele durch eine schnellere Time2Market einzahlt.

Bei Interesse in diesem Thema kann ich dir wärmstens empfehlen, das Phönix Projekt zu lesen. Dieses Buch beschreibt den Weg eines Unternehmens von der klassischen IT hin zu DevOps Teams.

Da wir uns mit unserem Unternehmen aktuell in der gleichen Transformation befinden, werden wir euch regelmäßig in unserem Blog an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.

Euer Fabian

Produktiver in sieben Schritten

Hey Leute,

kaum ein Thema beschäftigt mich aktuell so oft, wie die Produktivität und ich möchte euch meine sieben einfachen Schritte an die Hand geben, wie ich Dinge erledigt bekomme.

Die Themen, mich beschäftige, steigt stetig an. Da gibt es auf der einen Seiten meinen Hauptberuf, bei dem ich an Themen wie agiler Transformation, DevOps und Führung arbeite und der mich bereits 40 Stunden pro Woche ausfüllt. Und auf der anderen Seite gibt es meine Freizeit, in der ich mich um die Udemykurse, YouTube, Instagram und diesen Blog kümmere. Zunächst wirkt das wirkt das vielleicht wie bei einer Münze, die nun mal zwei Seiten hat, aber tatsächlich sehe ich es mehr als einen Würfel: Denn da gibt es noch mein Privatleben (Seite drei), meine Beziehung (Seite vier), ich selbst (Seite fünf) und das Thema Finanzen und somit Börse (Seite 6). Dieser metaphorische Würfel zeigt somit alle thematisch wichtigen Seiten meines Lebens und er wird permanent gewürfelt, dass heißt die Prioritäten verändern sind laufend. Dabei ist es wichtig, die Balance im Blick zu behalten, denn manchmal ist die Zeit für dich selbst und deine Beziehungen wichtiger, als zu arbeiten und manchmal ist es genau die Arbeit, die einfach erledigt werden muss. Für mich ist es wichtig, die Themen unter einen Hut zu bekommen und die Dinge zu tun, die mir Spaß machen.

Und irgendwie geht am Ende alles Hand in Hand. So nutze ich Kanban im Büro und habe privat einen Kurs darüber gedreht, welcher euch auf Udemy zur Verfügung steht. Im Büro beschäftige ich mich mit DevOps und genau dieses ist das Thema des nächsten Udemy Kurses. Das Thema Börse wird mindestens einmal im Monat wichtig, wenn ich ein Update des Wikifolios und meines privaten Depots mache und hier dokumentiere. Genauso überlege ich gerade, ob ich mein erstes eigenes Buch über das Thema „Börse für Einsteiger“ schreiben sollten.

Damit das mit dem „Unter einen Hut bekommen“ funktioniert, habe ich mir sieben einfache Schritte angewöhnt, die mir immer helfen.

“Productivity is never an accident. It is always the result of a commitment to excellence, intelligent planning, and focused effort.”

Paul J. Meyer

Abendroutine

Jeden Abend überlege ich kurz, was die fünf wichtigsten Themen des nächsten Tages sind. Diese schreibe ich von Hand auf ein Blatt Papier und am nächsten Morgen wird genau dieses Thema dann als erstes erledigt. Dabei ist dir vollkommen frei überlassen, welche Themen und aufschreibst und wie groß diese sind. Da ich keine klare Trennung zwischen Beruf-Beruf (sprich meiner Festanstellung) und Privat-Beruf (sprich Onlinekurse, Blog, usw.) habe, mische ich die Themen zusammen. Hauptsache, am Ende vom Tag sind diese fünf Dinge erledigt!

Fokus

Wenn du deine fünf Themen am Abend aufgeschrieben hast, dann kannst du dich am nächsten Tag voll und ganz darauf fokussieren. Fokus bedeutet für mich, dass alles andere ausgeblendet wird. Keine eMails, kein social Media, kein Radio, einfach nichts, was ablenkt. Kein Telefon, keine iWatch Mitteilungen und auch keine Kollegen, die einen ansprechen. Stürz dich einfach fokussiert auf dein Thema und erledige es.

Zeiträume festlegen

Um die Fokussierung zu unterstützen, verwende ich Zeitslots und Pomodoro. Wenn ich Beispielsweise als erstes am Tag einen Blogeintrag über das Thema Produktivität schreiben will, dann lege ich mir fest, dass ich um 6 Uhr aufstehe und von 6:30 Uhr – 7:30 Uhr am Rechner sitze und Zeit für den Blog habe. Um 6:35 Uhr könnte ich dann eine Session Pomodoro starten und für genau 25 Minuten am Blogeintrag schreiben. Danach gibt es 5 Minuten Pause und dann schreibe ich erneut 25 Minuten fokussiert an meinem Thema. Im Idealfall ist der Blogeintrag dann erledigt, wenn nicht, dann folgt ein neuer Zeitslot! Danach kommt das nächste Thema auf der Liste. Solche Zeitslots der ablenkungsfreien Zeit helfen mir dabei, immer den Fokus zu behalten.

Lachen

Ein unkonventioneller, aber sehr hilfreicher Tipp für mich ist das Lachen. Wenn du einen Start finden willst, dann steh einfach auf und beweg deine Füße. Lauf ein bisschen im Raum herum und fang an zu lächeln. Wenn du alleine bist oder deine Kollegen gut drauf sind, kannst du auch laut lachen. Das wird definitiv deine Laune heben und auf einmal fängst du an zu lachen, ohne es zu merken. Das richtige Mindset ist aus meiner Sicht eine verdammt wichtige Sache! Wenn du absolut keine Lust auf deine Aufgaben hast, dann solltest du hinterfragen, ob du Dinge tust, die dich glücklich machen und warum du diese tust. Wenn dir etwas Spaß machst, dann solltest du nicht besonders viel Energie zum Start aufwenden müssen.

Durchatmen

Trotzdem gibt es manchmal Phasen, in denen es einfach nicht läuft. Setz dich hin und atme zehn mal tief durch. Danach stehst du auf und probierst das mit dem Lachen nochmal.

Natürlich bedeutet Durchatmen auch, dass du nicht immer produktiv sein musst! Es ist dein Leben und du kannst jeden Tag entscheiden, was du damit tust. Niemand verlangt von dir, Millionär zu werden oder dich für Kinder in ärmeren Ländern einzusetzen. Tu das, was dich glücklich macht und bedenke dabei immer, dass, wenn du anderen hilfst und Mehrwert bietest, du im gleichen Moment auch etwas für dich tust.

Inspiration tanken

Genauso wichtig wie das Durchatmen ist das Tanken von Inspiration. Geh auf YouTube, nimm dir eine Zeitung, geh auf die Straße und frage Leute, besuche Veranstaltungen, rede mit deinen Freunden, tu was immer dir gut tut, um Inspiration zu tanken. Mein Favorit der letztens Monate sind TED Talks und der YouTube Channel Gedankentanken. Neue Impulse helfen uns dabei herauszufinden, was uns antreibt. Dadurch siehst du deinen Fokus noch klarer, was dich wiederum produktiver machen kann.

Stell deine Arbeit bildlich da und mach nicht zu viel auf einmal 

Natürlich muss ich am Ende noch Kanban erwähnen. Die beschrieben Schritte sind alle für deinen Kopf und helfen dir dabei, dich zu fokussieren und den ersten Schritt zu tun. Um dann im Gesamtkontext den Überblick zu behalten, kannst du eine Methode wie Kanban verwenden. Diese hilft dir dabei, nicht zu viel auf einmal zu machen und immer genau zu wissen, wo du gerade mit deinen Aufgaben stehst. Wenn du Interesse an Kanban hast, dann schau doch mal bei meiner kostenfreie YouTube Serie vorbei. Hier das erste Video.

Kalt Duschen Challenge – Gewohnheiten verändern

Hey Leute,

lasst uns über Gewohnheiten sprechen.

Vergangenes Jahr habe ich kurz nach dem Urlaub eine „Kalt-Duschen-Challenge“ gestartet. Ich hatte viel über die Vorzüge gelesen und so wurde in diversen Internetbeiträgen vorausgesagt, dass

  • deine Willensstärke steigt
  • du über dich selbst hinauswächst
  • du jeden Morgen frisch und gut gelaunt in den Tag startest
  • du dein Immunsystem stärkst
  • du die Durchblutung förderst
  • du die Fettverbrennung steigerst
  • du dein Stresslevel verringerst

Der Tag, an dem ich all diese versprechen gelesen hatte, war der 16. Juli 2017 und an diesem Tag traf ich eine Entscheidung, die mein Leben verändern sollte. Ich begann also die „Kalt-Duschen-Challenge“. Der Modus war einfach: direkt nach dem Aufstehen stellst du dich in die Dusche, drehst den Hahn auf Kalt, ziehst und steckst deinen Kopf unters Wasser. Danach habe ich meinen Körper bewegt, beispielsweise durch Schulterkreisen, mich shampooniert und eben einfach geduscht – nur kalt. Nach 2 Minuten ist der Duschvorgang auch schon erledigt und dann passiert etwas magisches. Ich habe angefangen zu lächeln und mich wie der stärkste Mensch der Welt gefühlt.

Dieses Gefühl des Sieges über deinen inneren Schweinehund ist fantastisch und die nächsten 122 Tage habe ich genau dieses Gefühl jeden Morgen erlebt. Am 123 Tag fühlte ich mich dann merkwürdig und bevor ich mich umschauen konnte, lag ich mit Grippe zwei Wochen im Bett. Ich bin mir aber zu 100% sicher, dass ich auf gar keinen Fall durch das kalte Duschen krank geworden bin. Es hat noch nicht mal meinen Körper „geschwächt“ oder „anfälliger“ gemacht. Es ist einfach diese Zeit, in der mehr Menschen in Räumen sind und Viren sich schneller verteilen.

Diese 123 Tage sind mittlerweile fast ein halbes Jahr Vergangenheit und nun reden wir wieder über Gewohnheiten. Denn schon zwei Wochen Krankheit haben gereicht, das aus meiner Gewohnheit eine Herausforderung geworden ist. Während dieser 123 Tage, musste ich morgens nicht mal mehr darüber nachdenken. Aufstehen, ins Bad, unter die Dusche und 15 Sekunden später lief das kalte Wasser. Gerade am Anfang vergehen gerne mehrere Minuten, bis die Willensstärke da ist, den Hahn zu ziehen und das Wasser fließen zu lassen. Obwohl ich also 4 Monate meines Lebens jeden Tag Kalt geduscht hatte und alle Eingangs erwähnten positiven Faktoren bestätigen konnte, fehlte mir auf einmal wieder die Gewohnheit es zu tun.

Gewohnheiten passieren nicht einfach so. Es braucht am Anfang einen Plan und viel Disziplin. Dabei gibt es die 3 Tage, 3 Wochen, 3 Monate Regel. In den ersten drei Tagen, musst du deine Gewohnheit planen. Stell dir Abends schon genau vor, wann und wie du am nächsten Tag deine neue Gewohnheit erledigen möchtest. Visualisier dir dieses Ziel und mach das Erledigen greifbar. Ich nutze hierfür einen einfachen Task, der auf meinem Kanban Board hängt. Die ersten drei Tage musst du wahrscheinlich besonders viel Energie aufwenden. Wenn du allerdings die ersten drei Wochen geschafft hast… Du siehst auf der Karte selbst, wie viele Kreise es sind.

Ein Post-It mit Punkten für jeden Wochentag an dem Kalt geduscht wurde.
Mein Task auf dem Kanban Board

Am 22.03.18, wenn ich meine ersten drei Wochen „durchgezogen“ habe, können wir schon von einer Gewohnheit sprechen. Diese muss allerdings trotzdem weiter gepflegt werden und ich empfehle dir weiterhin eine Aufgabe auf deinem Kanban Board stehen zu haben. Allerdings wird die Überwindung für dich kalt zu duschen nicht mehr so hoch sein. Deine Gewohnheit fängt an sich zu etablieren.

Nach drei Monat ist es eine Gewohnheit! Kalt duschen wird für dich genauso dazugehören, wie überhaupt zu Duschen.

Dieses Prinzip kannst du natürlich auf jede Gewohnheit anwenden. Sobald die neue Herausforderung auf deinem Kanban Board steht, hast du sie immer vor Augen und wirst erfolgreich sein. Meine Empfehlung hierbei ist, maximal zwei bis drei Gewohnheiten auf einmal zu ändern. Wenn du zuviel auf einmal änderst, wird die notwendige Willensstärke so hoch sein, dass du wahrscheinlich nicht das schaffst, was du dir vorgenommen hast.

Und zuletzt noch ein Warnhinweis: Wenn du auch eine „Kalt-Duschen-Challenge“ startest, dann ist es deine Verantwortung. Insbesondere gesundheitlich beeinträchtigte oder vorbelastete Personen sollen unbedingt einen Arzt konsultieren, bevor sie mit dem regelmäßigen kalten Duschen starten.

Euer Fabian

Kalt Duschen Challenge – die Gewohnheit ist da

Hey Leute,

am 07.03. habe ich mit Euch über das Thema Gewohnheiten und meine Kalt-Duschen-Challenge gesprochen. Heute, am 22.03.18 sind die ersten drei Wochen vorbei und es war erfolgreich! Zwar habe ich keine 21 Tage in Folge kalt geduscht, da ich leider auf Grund einer kurzen Krankheit 3 Tage pausiert habe. Seit drei Wochen denke ich jeden Morgen ans kalte Duschen und die Herausforderung und Überwindung ist definitiv geringer geworden.

Ich möchte es heute ganz kurz machen. Um euch bei diesem Thema nochmal eine Idee davon zu geben, wie ihr eine Gewohnheit umsetzen könnt, gebe ich euch einen exklusiven Einblick in unseren neuen Kanban 2.0 Kurs. Viel Spaß damit!

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